Dienstag, 20. September 2011

Der Herbst steht vor der Tür



Hi Leute, ich hoffe, es geht allen gut. Nach längerem schreibe ich nun einmal wieder aus Boston. Mittlerweile ist mein 31. Geburtstag auch schon vorbei und ich möchte allen für die vielen Grüße und Wünsche per Email, Telefon oder Schneckenpost danken. Seit einer gewissen Zeit bin ich in unserer Familie nicht mehr allein, was das Bloggen angeht und deshalb geht mein Shout-out nach Odense in Dänemark. Viele Grüße Marisara und viel Spaß! Als ich noch kleiner war, wollte ich immer glauben, dass mein Geburtstag im Hochsommer liegt, doch nach 31-jähriger Recherche, muss ich sagen, dass er eher am Anfang des Herbstes liegt. Hier in den USA ist das auch daran erkennbar, dass die Herbstsportart Football im September beginnt. Bald also werden sich die Blätter verfärben und wir können hoffentlich den Indian Summer genießen. Foliage wird das hier genannt und ich bin einmal gespannt, wo ich hinfahren muss, um das richtig zu sehen. Letztes Jahr war hier in Boston nicht besonders viel zu sehen. Und pünktlich, wenige Tage nach meinem Geburtstag, fiel dann die Temperatur deutlich auf zurzeit deutlich unter 10 Grad Celsius nachts. Von einem Tag auf den musste man die Klimaanlage ausschalten und man muss beinahe daran denken, die Heizung einzuschalten. Zum Glück haben wir noch rechtzeitig einen Groupon für einen Surfkurs eingelöst als das Wetter noch warm war. Groupon, das ist eine Wortkreation, die Group, also Gruppe und Coupon, also Gutschein verbindet. Auf dieser Website, die es mittlerweile auch in Deutschland gibt, werden jeden Tag Angebote für alles mögliche gemacht: Restaurants, Beauty Farmen und eben auch Surffkurse. 
Das Prinzip funktioniert folgendermaßen. Wenn eine bestimmte Menge von Menschen, sozusagen die kritische Masse, sich entscheidet, den Groupon zu kaufen, dann gilt das Angebot und man spart typischerweise 50 % oder so. Natürlich, wenn weniger Leute als notwendig, das Angebot wahrnehmen, dann kommt kein Kauf zustande. Schaut doch einmal rein, da gibt's für viele Städte jeden Tag neue Angebote und so auch für Stuttgart (http://www.groupon.de/deals/stuttgart). Jedenfalls sind wir vor kurzem nach Narragansett im kleinsten aller US-Bundesstaaten, Rhode Island gefahren. Dazu mussten wir etwa eineinhalb Stunden nach Süden ans Meer fahren. Nach einer kurzen Theorieeinheit mit Trockenübungen am Strand, ging es dann ins Wasser und es klappte viel besser als gedacht. Ich habe es mehrere Male geschafft auf dem Brett zu stehen. Um eine Verwirrung zu vermeiden, wir reden hier von Wellenreiten und nicht von Wind Surfing. Naja, auf jeden Fall muss ich da nächstes Jahr noch einmal hin. Ich war auch erstaunt wie warm der Atlantik ist, denn da der Golfstrom so weit weg liegt, ist es normalerweise deutlich kälter wie etwa an der französischen Westküste. Offenbar hat das Paddeln und das Adrenalin dafür gesorgt, dass eine Badehose ausgereicht hat. Ansonsten geht es im Labor auch gut voran. Vor zwei Wochen habe ich das erste Paper als Erstautor eingereicht und langsam aber sicher kommen auch immer mehr interessant Ergebnisse bei meinem Hauptprojekt, dass ich aus Stuttgart mitgebracht habe. Dabei geht es um die Erforschung von Komplikationen der Bauchfelldialyse.