Samstag, 24. November 2012

Happy Turkey Day

Hi Leute, am Donnerstag war einmal wieder Thanksgiving und damit die Zeit, in der man sich fragt wofür man dankbar ist. Somit ist es eine gute Zeit das letzte Jahr paroli laufen zu lassen. Dieses Jahr ist sehr viel passiert und es gibt für mich sehr viel für das ich dankbar bin. Da ist natürlich dieses unglaubliche bundle of joy, meine kleine Nichte Emma und ich freue mich jede Woche auf Samstag oder Sonntag, wenn ich wieder mit meiner Schwester skypen kann. Meiner Schwester und Anton muss ich dankbar sein, denn sie begeleiten die Kleine auf wundervolle Weise durch ihr erstes Lebensjahr. Meinen Eltern muss ich natürlich Danke sagen, denn sie sind immer für mich da und unterstützen mich, obwohl ich soweit weg von zuhause bin. Ich bin froh, dass ich so viele so gute Freunde habe - nicht nur meine Freunde zuhause in Deutschland, zu denen ich immer wieder zurückkommen kann und es ist fast wie früher. Wir haben hier auch glücklicherweise einige wunderbare Freunde gefunden. 
           Sicherlich war nicht alles immer rosig dieses Jahr. Ich möchte gerne im nächsten Jahr wieder als Assistenzarzt arbeiten. Um hier in den USA als Arzt tätig sein zu können, muss man die US-amerikanischen Examina nachmachen. Wie das ganze Studium hier, sind diese auch ordentlich teuer. Ich habe dieses Jahr drei Examina absolviert und dafür 3.000 US Dollar hinblättern müssen. Dazu kommt dass man das eine Examen, die praktische Prüfung, nur in 5 Zentren in den USA ablegen kann. Also musste ich nach Philadelphia fliegen und eine Nacht im Hotel verbringen. Die anderen zwei Examina waren 7 und 8 Stunden lange multiple-choice Prüfungen an einem Computer, die ich in einem Testcenter in Boston ablegen konnte. Das andere, etwas unverständliche ist, dass man wochenlang auf das Ergebnis warten muss. Die praktische Prüfung war am 12. Oktober, aber ich bekomme offenbar erst am 5. Dezember bescheid - das sind fast zwei Monate. Natürlich ist mit diesen Prüfungen eine massive Lernarbeit verbunden. Deshalb waren vor Frühling und Sommer von Lernen geprägt. Natürlich bin ich froh und dankbar, dass diese Zeit vorbei ist. 
               Nach der Prüfung ist vor der Bewerbung und diese ist für die Assistenzärzte, residents genannt, besonders kompliziert. Zunächst einmal ist da der administrative Teil. Man muss jede Menge Dokumente herbeischaffen, Empfehlungsschreiben organisieren und den Lebenslauf polieren. Dann wird das ganze abgegeben, zum Glück geht das alles heutzutage elektronisch, und man muss sich entscheiden für wie viele Assistenzarztstellen man sich bewerben will. Für Absolventen einer nicht-amerikanischen Universität ist es besonders schwierig eine solche Ausbildungsstelle zu bekommen. Entsprechend habe ich mich bei über 80 Krankenhäusern beworben - Kostenpunkt: noch einmal etwa 1600 Dollar. Ingesamt wurde ich bisher zu lediglich 3 Vorstellungsgesprächen eingeladen. Aber egal am Ende brauche ich ja auch nur eine Arbeitsstelle. Schließlich funktioniert das dann so dass jeder Bewerber für die Krankenhäuser, die ihn eingeladen haben eine Rangliste erstellt. Entsprechend erstellen die Krankenhäuser auch eine Rangliste und eine Computer berechnet nach einem bestimmten Algorithmus die beste Kombination - das sogenannte match. Ein Vorstellungsgespräch habe ich noch, am 14. Dezember bevor ich dann über Weihnachten nach hause komme und Mitte März werde ich dann herausfinden, wo ich arbeiten darf. Ich bin trotz allem sehr dankbar, dass ich diese Erfahrung machen durfte und ich freue mich sehr nach hause zum kommen. 
            Vor zwei Tagen war also Thanksgiving und es gab natürlich Truthahn mit Füllung und Cranberry Sauce und Kartoffelbrei und und und...es ist immer sehr viel Essen, aber ich habe es wenigstens geschafft, dass ich mich nicht so elendig voll gefühlt habe. Nächstes Jahr muss ich einmal den sogannenten "Turducken" versuchen. Das ist ein Truthahn gefüllt mit Ente, gefüllt mit Huhn. Na dann, guten Appetit!

Samstag, 25. August 2012

Die Zeit vergeht im Flug

Hi liebe Leute, ich melde mich einmal wieder aus dem schoenen Boston. Die Zeit vergeht im Flug und es ist schon wieder deutlich mehr als einen Monat her, dass ich hier etwas geschrieben habe. Das liegt zum einen sicher daran, dass ich nun schon über zwei Jahre hier bin und nicht jeden Tag etwas Besonderes passiert und zum anderen gibt es gerade es gerade eine Menge zu tun bei mir. Im Labor haben wir gerade ein Manuskript für ein Paper fertigestellt und ich bin dabei ein zweites fertig zu stellen. Daneben habe ich bereits das nächste Projekt begonnen und dazu bereite ich mich gerade
für die zweite Prüfung für das amerikanische Medizinexamen, das ich Anfang Oktober abvsolvieren werde.

Alles in allem bleibt leider wenig Zeit zum Blog schreiben. Vor zwei Wochen haben wir es uns aber nicht nehmen lassen und sind einmal wieder zu Carlas Eltern nach New Orleans geflogen. Nachdem uns ihre Mutter vom Flughafen geholt hatte, ging es direkt auf die Autobahn und nach Florida an den Strand. 

Von New Orleans muss man dafür durch Mississippi und Alabama fahren, um nach Florida zu kommen. 
Den westlichsten Teil Floridas nennt man den "Panhandle", den Pfannen-Stiel. Und wenn man sich das auf der Karte anschaut, dann kann man das auch verstehen. Dorthin sind wir gefahren, nach Pensacola, etwa 4 Stunden östlich von New Orleans. Unsere Ferienwohnung war in einem typischen Hochhaus, wie sie dort zu Dutzenden stehen, an einem schmalen Streifen Land, der von beiden Seiten von Wasser umgeben war. Im Norden war ein Kanal, der zum Meer fließt und im Süden das Meer. In Florida, wie im ganzen Süden der USA ist es sehr heiß im August und, was noch schlimmer ist, meist extrem schwül. Wir erwischten wohl einen ganz guten Zeitpunkt, denn es war wohl eine "Kaltfront" durchgekommen und es war einigermaßen auszuhalten. In unserer Ferienwohnung gab es eine Klimaanlage, aber das ist auch unbedingt notwendig - zumindest, wenn man nachts schlafen will. Das Wasser im Golf von Mexiko ist sehr warm, 26°C und mehr sind normal und das lockt Meereskreaturen, wie Haie an und man muss immer ein bisschen aufpassen und schauen, ob welche unterwegs sind. Gesehen haben wir zum Glück keine, nur ein paar Quallen. Fast jeden Morgen kam jedoch eine Schule Delfine vorbei und Carla hat ein glückliches Händchen bewiesen. Normalerweise schwimmen die nämlich nur vorbei und man sieht deren Heckflossen. An einem Tag sind die ein bisschen geblieben und sogar aus dem Wasser gesprungen und Carla hat das mit Fotos dokumentiert. Die waren nur etwa 75 Meter vom Strand entfernt. Wir waren eine ganz ordentliche Gruppe mit neun Leuten und morgens gings Carlas Vater immer an den Strand und suchte einen guten Platz heraus. Dann kamen wir und brachten die ganzen 10 oder 12 Sonnenschirme, neun Stühle, Handtücher, Kühlbox, Bücher, Schaufeln und alles, was man so am Strand brauchen kann. Mittags verzogen sich Carlas Schwestern und ihre Freunde nach oben in die Wohnung um Lunches zu machen. Mittels Walkie-Talkie konnten wir kommunizieren, wenn spezielle Wünsche vorlagen. 






Nachdem wir nach hause zurückkehrten, durfte ich eine große Menge Tomaten ernten, es waren über 130 auf ein Mal - gar nicht schlecht in Abetracht der Tatsache, dass wir diese Pflanzen im April sähten und diese lange Zeit nach Verreckerlingen aussahen. So das wars wieder einmal. Bis zum nächsten mal!

Sonntag, 8. Juli 2012

Endlich Sommer!

Vor fast vier Wochen kamen wir aus dem Urlaub in Deutschland wieder zurück und seitdem habe ich jeden Tag kurze Hosen getragen. Es ist richtig Sommer hier, jeden Tag gibt es mindestens 25° C und wenn die Sonne draußen ist, sind 30° C die Regel. Da es durchaus auch schwül ist, ist es oft anstrengend, besonders nachts, wenn man versucht zu schlafen. Die papierdünnen Wände lassen die Wärme einfach so durch und zum Glück haben wir eine kleine Klimaanlage im Fenster im Schlafzimmer, so dass wir ein wenig schlafen können. Es klappt nicht so, wie es mir mein Vater beigebracht hat - morgens durchlüften, Fenster zu und schattieren, und abends ist es schön kühl. Ich möchte aber nicht den Eindruck erwecken, dass ich etwas gegen Sommer habe, ganz im Gegenteil, wir genießen es hier. Die Pflanzen auf unserem Balkon mögen es auch. Unsere (gesähten!!!) Tomaten haben in den letzten drei Wochen ihre Größe verdoppelt und die größeren sind schon über einen Meter groß. 

Ich habe hier zwei Bilder vom 17. Juni und von heute, da sieht man den Unterschied deutlich. Toll ist auch, dass viele von diesen Pflanzen schon kleine Tomaten tragen und die anderen haben viele Blüten. Die Backup-Tomaten, die wir im April kauften (für den Fall, dass die gesähten nichts werden) tragen fleißig Früchte - die eine Pflanze hat über 50 Cocktailtomaten - und wir haben heute unsere zweite Tomate geerntet. 



Allein unsere Balkonpflanzen, also die Blumen in den Blumenkästen, leiden und dass vor allem an dem dämlichen Einhörnchen, der praktisch täglich die Kästen umgräbt. Diese Woche hat er es sogar gewagt in dem Balkonkasten mit dem Basilikum und Oregano zu buddeln und hat dabei eine Oreganopflanze zerstört und den größeren Basilikum geköpft. Ich muss schon sagen, ich find die Dinger ja schon goldig, aber momentan frage ich mich eher, woher ich günstig ein Luftgewehr bekomme. Der Typ ist echt dreist, letzte Woche lief er über die Straße mit einem ganzen Chocolate Chip Cookie im Mund. Wer weiß woher er den geklaut hat. Als Zwischenlösung habe ich einen kleinen Käfig aus Drahtgitter gebaut zum Schutz der Pflanzen, bis diese sich selbst schützen können. Ansonsten haben wir ja das Meer praktisch vor der Haustüre und wir versuchen davon so oft wie möglich Gebrauch zu machen. Das Wasser hier ist natürlich sehr kalt, da der Golfstrom viel weiter südlich den Atlantik überquert, aber wenn es richtig heiß ist, ist das die perfekte Abkühlung. Hier seht ihr ein paar Strand-Impressionen. 




So, in einer Weile gehen wir an einen kleinen See, genannt Jamaica Pond. Dieser liegt etwa 500 Meter entfernt, man kann dort Boote mieten und auch angeln vom Boot aus. Ich habe mir vor einer Woche einen Angelschein für den Staat Massachusetts gekauft. Dieser ist eine Jahreskarte, kostet 27 Dollar und erlaubt einem das ganze Jahr im ganzen Staat in allen öffentlichen Gewässern zu angeln. Letzten Sonntag haben wir es versucht und drei kleine Sonnenbarsche gefangen. Diese waren allerdings nur handtellergroß und ich hoffe, dass ich eine von den Forellen fangen kann, die die Stadt Boston in diesen See setzt. Im Mai habe die fast 1000 Forellen und sogar ein Dutzend Lachse dorthin eingesetzt. Petri Heil!






Sonntag, 17. Juni 2012

Stuttgart? What's that close to?

Hi Folks,

man wird hier oft gefragt woher man kommt. Meine Antwort ist dann immer Deutschland. Daraufhin kommt meistens die weiterführende Frage: woher in Deutschland? Ich sage dann Stuttgart und die Leute fragen: what's that close to (was liegt da in der Nähe)? Was liegt da in der Nähe? Ist Stuttgart nicht der Nabel der Welt, sinniere ich in der Stille. Wohl nicht - zumindest für viele und man braucht München und Frankfurt um Stuttgarts geografische Lage zu beschreiben. Für mich ist Stuttgart schon wichtig, denn schließlich komme ich da her. Wobei wenn man's genau nimmt komme ich aus Leinfelden-Echterdingen. Leinfelden-Echterdingen? Was liegt denn da in der Nähe? Diese Gegenfrage bekäme man wohl auch in Deutschland von vielen. Und wieder zeigt sich: alles ist relativ - Danke Bertel. Auf jeden Fall bin ich kürzlich von einem großartigen Trip in die Heimat wiedergekehrt. Es war toll, und da wir amerikanische Gäste hatten, wurde mir im Kompaktformat wieder einmal aufgezeigt, wie schön es bei uns ist. Wir waren auch in Hamburg bei der größten Modelleisenbahn-Ausstellung der Welt, der "Miniatur Wunderwelt". Auf 1200 qm bekommt man da zu sehen von was viele Buben von 1 bis 100 träumen (minus nackte Frauen - Anm. d. Red.). Dann ging's weiter in die Haupstadt und wir schauten uns in zwei Tagen die wichtigsten Dinge an und durften dann indirekt das Fiasko vom Flughafen Berlin-Brandenburg erleben. Wir mussten vom alten Flughafen Tegel starten, was echt ein ziemliches Loch ist. Dabei hatten die wohl geistig schon mit Tegel abgeschlossen, denn Gepäcktransport und so liefen nur schleppend. 

Zurück in Stuttgart (weiß jetzt jeder, wo das ist?), widmete ich mich dem wichtigsten Grund meiner Heimreise. Dieser ist etwas über sieben Kilo schwer und hat einfach mein kleines Herz in Beschlag genommen. Emma wurde getauft und es tut mir echt weh, dass ich sie ich nicht sehen kann in den nächsten paar Monaten, denn wenn sie einen so anstrahlt ist das unbezahlbar. Für alles andere gibt's die MasterCard. Nun bin ich wieder hier und alles steht noch, das Wetter schickt sich auch an hier sommerliche Gefühle aufkommen zu lassen. Das ist übrigens auch in Stuttgart der Fall, während es praktisch mindestens einmal täglich regnete, als wir da waren. Ich weiß auch nicht, was ich davon halten soll. Jedenfalls hatten wir einen Freund, Bennett, darum gebeten unsere Pflanzen zu gießen. Das hat der auch getan und unsere Tomatenpflanzen sind riesig - auch die, die wir gesät hatten. Da diese unsere kleinen Basilikum- und Oreganopflanzen verdecken, mussten wir gestern eine große Transplationsaktion durchführen. Jetzt haben alle wieder Platz und Licht. Das übelste kommt aber noch. So ein olles Frettchen, ein Oachkatzl, das sich kaum mit einem Besen vetreiben lässt, hat alle unsere Narzissen-Zwiebel ausgegraben, säuberlich das verbliebene grün entfernt und die Zwiebeln gesammelt in einem Topf abgelegt. Ich schwör, wenn der meine Tomaten mit Haselnüssen verwechselt, dann gibt's bald Squirrel Stew.




Mittwoch, 18. April 2012

Opening day

Hi Folks,

ich hoffe, ihr hattet eine schöne Osterzeit. Bei uns war es echt schön, wir hatten sogar selbst Eier gefärbt. Allerdings ist weder Karfreitag noch Ostermontag hier ein Feiertag, und so mussten wir an beiden Tagen arbeiten. Am Ostersonntag waren wir zuerst in der Kirche und dann haben wir abends Stromboli gekocht. Bisher hatte ich mit dem Namen nur den Vulkan in Italien verbunden, aber das ist wohl ein Bestandteil der amerikanisch-italienischen Cuisine. Zur Zubereitung rollt man Brotteig aus, bestreicht den mit einem Gemisch aus Eigelb und Gewürzen und belegt dann das ganze mit italienischen Wurstscheiben und Queso. Dann kommt das Ganze rein in die Röhre für eine halbe Stunde und dann schmackofatz. Wird sicher in die kulinarische Rotation mit aufgenommen. 
Ansonsten, da ich nun bei Carla eingezogen bin, haben wir die Wohnung umgeräumt und in diesem Zusammenhang habe ich meinen grünen Daumen mit meinem schwäbischen Tüftlergeist gepaart und dieser Pflanzentrog ist dabei herausgekommen. Gepflanzt haben wir bisher zwei Tomatenpflanzen und wir haben noch Basilikum, Oregano, Kresse, Zwiebeln, Schnittlauch, Tomaten und Broccoli gesäht. Mal sehen, ob das was wird.













Letztes Wochenende war das erste Baseballspiel der Boston Red Sox und der sogenannte Opening Day ist für die Bostonian nach Thanksgiving und Weihnachten wohl der drittwichtigste Feiertag. Bisher läuft die Saison etwas durchwachsen, aber es sind noch etwa 152 Spiele Zeit, sich für die Playoffs zu qualifizieren. Mein Labor ist genau auf der anderen Straßenseite vom Stadion der Red Sox. Da am Montag auch noch der Boston Marathon stattfand und die Strecke auch noch direkt an unserem Labor entlang führt, war die Hölle los und Verkehrschaos vorprogrammiert. Es war ein echt schöner Tag mit sommerlichen Temperaturen bis zu 32 Grad. Für die Läufer muss es echt die Hölle gewesen sein und ich habe sehr großen Respekt vor allen, die mitgelaufen sind. Ich werde diese Woche mich für einen Halbmarathon im September anmelden, das ist immerhin einmal ein Anfang.

Montag, 19. März 2012

Happy St. Patrick's Day!

Yay folks, letzten Samstag war St. Patrick's Day hier in Boston und sonst auch in der Welt. Da gibt's Paraden, in vielen Städten, wie Chicago, wird der Fluss grün gefärbt, und natürlich gibt es eine Menge Alkohol zu trinken. Da es in Boston viele Iren oder Irischstämmige gibt, wird dieser Tag hier auch besonders gefeiert. Wir haben diesen Tag allerdings anders verbracht. Nachdem ich Anfang dieser Woche das erste amerikanische Staatsexamen für Medizin geschrieben habe und ich in der Zeit davor wenig Zeit hatte, haben wir die neuerlangte Freiheit genutzt und sind Snowboarden gegangen am Mount Sunapee in New Hampshire. Das ist etwa zwei Stunden nördlich von uns. Obwohl das ein ganz ordentliches Skigebiet ist, ist der Berg mit 830 m Höhe doch recht klein, wenn man ihn mit Bergen aus den Alpen vergleicht. Natürlich gibt es keinen echten Schnee mehr und auch sonst gibt es nur Schnee auf den Pisten, alles andere ist grün oder braun. Ich bin mit Carla und ihren Freundinnen Becky und Adele aus dem Vereinigten Königreich dort hin gefahren.

Carla freut sich auf einen tollen Tag.
Endlich kommt die Sonne raus.
Adele und Becky mit Lake Sunapee im Hintergrund.
The Master himself.

Montag, 12. März 2012

Who dat - we dat!

Hi friends and family, ich melde mich einmal wieder. Wie einige wissen, habe ich heute das erste amerikanische Staatsexamen für Medizin geschrieben oder vielmehr geklickt. Denn das ganze ist Computer-basiert und man wählt die Antworten der multiple-choice Fragen mit der Maus aus. Das bedeutete viel, viel, viel Lernen in den letzten Wochen. Konkret habe ich während der Arbeit gelernt und nach dem Nachhausekommen ging es mit dem Lernen weiter. Warum ich das überhaupt mache, fragt sich vielleicht der geneigte Leser. Ich möchte so schnell wie möglich wieder Patienten behandeln. Forschung ist schon sehr interessant, sie kann aber für mich den klinischen Einsatz nicht ersetzen. Da die amerikanischen Behörden nur das amerikanische und kanadische Examen akzeptieren, muss ich wiederholen, was ich schon an der Uni in Schland gemacht habe. Klingt doof, ist auch doof, aber andersherum auch nicht anders. Soll heißen, dass ausländische Ärzte in Deutschland auch das deutsche Examen machen müssen. Nun habe ich wieder ein bisschen mehr Zeit und freue mich, dass die Lernerei erst einmal vorbei ist - bis zum nächsten Examen. Deshalb möchte ich die Zeit nutzen und euch ein paar Bilder zeigen, dich vor drei beim Mardi Gras, dem "fetten" Dienstag in New Orleans gemacht habe. Ich bin dort mit Carla zu ihren Eltern geflogen und Marisara, Simon und Tobi Salewski haben uns begleitet. Enjoy!

New Orleans Streetcar - seit 1835 auf der Schiene.

Schaufelraddampfer "Natchez"

St. Louis Cathedral - seit 1850 im heutigen Zustand.

Französisches Viertel

Französisches Viertel

New Orleans' Football Stadion - der Mercedes-Benz Superdome, tausende Leute fanden hier ein Dach über dem Kopf während dem Hurrikan "Katrina".

Warten auf die Parade, natürlich in den Farben des Mardi Gras - Grün, Lila, Gold. Diese Leitern sind für die Kids, damit die auch etwas sehen können.

Der Buli war wohl zu lange in der Waschanlage.

Nottoway Plantation in White Castle, Lousiana, eine der vielen Herrenhäuser in den Südstaaten.

Throw me something mista!

Mari, Becky und die Kappen auf der Jagd nach den Beads.

Shrek ist auch dabei.

Parade nach Parade rollt durch die Stadt, 12 Stunden, ob man will oder nicht.

Da gibt's Könige, 

...komische Götter mit einem Bogen und einem Pferdehintern,

,,,Telefone,

...Rätsel,

...und natürlich Marching Bands und Tanzgruppen von verschiedenen Schulen. Das ist die Gruppe von Carlas Highschool - St. Mary's Dominican High School.
New Orleans' Best!



Ich hätte das Foto echt nicht gemacht, wenn die nicht über Stunden ihren Po herausgestreckt hätte.


Das ist ein Crawfish, also ein Flusskrebs. Das ist eine lokale Delikatesse. Carlas Eltern haben 74 Pfund davon gekauft und wir haben sie alle gegessen,

Sieht gefährlich aus!
Auf der Swamptour in LaPlace, Louisiana. Schildkröten sonnen sich.

Cottonmouth snake - zu deutsch Wassermokassinotter, ist giftig, allerdings nur selten tödlich.

Kleiner Gator, sich sonnend. Laut unserem Guide waren die größeren Alligatoren noch eingegraben und im Winterschlaf.

Noch kleinerer Gator

Gemäß aktueller Regelung müssen die Mäuler der kleinen Alligatoren zugeklebt werden, wenn sie in die Hände der Menschen auf dem Boot gegeben werden.

Marisara und Carla dürfen auch einmal.


Alex, Carlas Schwester, glaubt wohl, dass da ein Prinz herauskommt.

Hier ist die ganze Gruppe: v.l.n.r: Fabi, Marisara, Libby (Carlas Freundin aus North Carolina) mit ihrem Mann Andy, Carla, Tobi, Carlas Schwestern Alex und Erica, Simon und Ericas Freund Jonathan.

Nach einem tollen Tag gab es dann Crawfish, handgewürzt von Mr. David, Carlas Vater,