Donnerstag, 23. September 2010

Jetzt geht's los.

Kurze Meldung. Heute haben Aaron und ich damit angefangen unsere Grenzen auszutesten. Wir sind 10 Meilen, also etwas über 16 km gelaufen. Dafür haben wir 90 Minuten gebraucht. Als nächstes ist der Halbmarathon dran.

Mittwoch, 22. September 2010

Das wird ja immer Dollar

Wenn man in Boston lebt, dann ist man teure Preise gewohnt. Umso mehr freut es es mich zu sehen, dass der Dollar wieder schön gestiegen ist. Das ist zwar prinzipielle schlecht für die deutsche Wirtschaft, aber momentan konzentriere ich mich auf meine Mikroökömie. Und nun kann ich mir vielleicht den Ferrari leisten. Papa, mach schon einmal Palazzo im der Garage. Ebenfalls musste ich heute feststellen, dass meine Milch schlecht geworden ist. Und dabei ist die erst zwei Wochen alt. Ich denke, ich werde meine Dollars nun erst einmal in Milch anlegen.

Montag, 20. September 2010

Hey Gals and Guys. Die Zeit vergeht im Fluge momentan, obwohl diese Woche wohl wenig Forschung gemacht werden kann, da das Labor noch im Umzug begriffen ist. Ab nächster Woche wird es dann aber umso besser gehen, da meine beiden Labors mit denen ich kollaboriere, nun auf dem gleichen Stockwerk und vor allem im gleichen Haus sind. Das letzte Wochenende habe ich mit meinen Freunden und Housemates in Boston verbracht. Es ist echt kühl geworden, natürlich morgens und abends, und da habe ich vorgesorgt und mit ein Softshelljäckchen gekauft. Ansonsten entdecken wir immer neue Wege, die Stadt zu erkunden. Heute zum Bleistift hat mich Aaron auf einen improvisierten Stadtbesuch der besonderen Art mitgenommen. Na was machen wir heute? Warum laufen wir nicht einfach nach Downtown Boston? Das habe wir dann gemacht und waren eine knappe Stunde für gute zehn Kilometer unterwegs und Sightseeing galore gab's obendrauf. Ich freue mich schon auf den Besuch meiner Freunde Manu und Steffi, die am Wochenende nach Boston kommen werden. Hier noch ein kleiner Incentive: Der tausendste Besucher meines Blogs bekommt ein Boston T-Shirt. Also, wenn ihr die/der tausendste Besucher seid, dann schreibt mir eine Email.

Dienstag, 14. September 2010


Hey Folks. Ich bin's mal wieder. Nach dem großartigen Wochenende in Colorado musste sich das vergangene hinten anstellen. Allerdings war es trotzdem sehr gut. Mein Kumpel Mikey, auf dem rechten Bild in der Mitte mit seiner Cousine und meinem Roommate Aaron zu sehen, war noch in der Stadt und wir haben das Wochenende in verschiedenen Bars und im Aquarium verbracht. Mikey, ich hoffe, du bist wieder gut in der Mutterstadt angekommen. Das Aquarium war sehr interessant und insbesondere das riesen Pinguinhabitat war echt beeindruckend. Wir haben uns die Fütterung angeschaut. Auf dem Bild sieht man die kleine Box. Die Trainer haben versucht den Pinguinen beizubringen, sich gepflegt hinten anzustellen und einer nach dem anderen in die Box zu steigen. Wenn das einmal klappt, sollen so sie Pinguine gewogen werden. Weiterhin haben alle Pinguine ein farbcodiertes Armband - links für Männer und rechts für Frauen. Die Besucher können an einem Touchscreen kann man die Farbkombination eingeben und bekommt dann den Namen des Pinguin gesagt.
Im Labor steht ab morgen der Beginn des großen Umzugs an. So läuft das offenbar in Science and Academia heutzutage. Ein neuer und offenbar wichtigerer Kollege kommt in das Krankenhaus und da er mehr Jajas hat, müssen wir eine halbe Meile nach Norden ziehen. Ich bin vor einem Dreivierteljahr auch umgezogen und musste Entscheidungen treffen, welche Sachen ich mitnehme, zurücklasse oder gar wegwerfe. Und ich sehe, dass es vielen Leuten noch viel schwerer fällt, solche Entscheidungen zu treffen.

Mittwoch, 8. September 2010

Colorado

Da nun die Red Sox einmal wieder gewonnen haben, habe ich nun Zeit euch von meinem großartigen Trip nach Colorado Springs zu berichten. Eigentlich sollte ich mich nicht so emotional mit den Red Sox assoziieren, denn die Wahrscheinlichkeit, dass die dieses Jahr in die Playoffs kommen ist sehr gering. Aber ich kann nichts dagegen tun, es ist wie jedes Jahr, wenn ich mit dem VfB Stuttgart mitleide und manchmal, wie z. B. 2007 werden die Gefühle erwidert und der VfB bringt die Schale mit nach Hause.
Aber nun wieder zurück nach Colorado. Wie ihr schon vielleicht gelesen habt, bin ich über Chicago geflogen und hatte dort zweit Stunden Aufenthalt. Weiter gings in einem Canadair Regional Jet 700. Für alle nicht so Avionikbegeisterte, das ist ein relativ kleines Flugzeug, in dem ich nicht einmal stehen kann. Links und rechts gibt es ein bis zwei Sitze. Der Flug war jedoch sehr angenehm, denn mein Sitznachbar war ein sehr guter Gesprächspartner. James, so hieß der, war in den 80er Jahren in Stuttgart als Air Force Soldat stationiert und arbeitet nun für das Missile Defense Project in Colorado Springs. Er kam gerade aus Frankfurt und war auf dem Weg nach Hause.
Gegen 1:30 Uhr nachmittags kam ich dann an und ein Wochenende voller Abenteuer und Spaß begann, dem die paar Bilder die ich hier posten kann kaum gerecht werden können. Ich wurde von meinem Kumpel Steve abgeholt, bei dem und dessen Familie ich mich noch einmal auf diesem Wege bedanken möchte. Gruß auch an Jamal. Als Erstes hat Steve mir den Olympiastützpunkt der Vereinigten Staaten gezeigt. Dann folgte eine Wanderung und am Abend haben mich Steve und sein Sohn Kai haben mich mitgenommen zum Mountainbiking. Nach ca. zwei Stunden und ein paar Schürfwunden später kamen wir wieder beim Haus an.

Am Samstag kam dann Markus, mein Kollege aus dem RBK mit dem Greyhound Bus an und wir haben uns ein College Football Spiel der Air Force Academy angeschaut. Mit vorgeröteter Haut (trotz Sonnencreme, natürlich) sind wir dann vor Ende des Spiels gegangen und haben den Rest des Abends mit Beach Volleyball und Kayaking erbracht. Dieser Ort hat echt alles, was man sich vorstellen kann.
Sonntag ging es dann auf den Berg. Pikes Peak ist der Hausberg von Colorado Springs. Er ist etwa 4300 m hoch. Wir sind zwar nicht ganz hoch gestiegen, aber haben immerhin ein ganzes Stück geschafft. Wir hätten viel früher losgehen müssen, aber das Wochenende war ohnehin schon so vollgepackt.
Auf der rechten Seite sieht man die sogenannte "Incline", ein Weg, der mehr oder weniger aus Eisenbahnschwellen besteht. Auf einer horizontalen Länge von einer Meile, also ca. 1,6 km steigt man ca. 600 m hinauf. Wir haben das in ca. einer Stunde geschafft, aber wenn man oben ist, weiß man auch, was man geschafft hat. Es gibt wohl Leute, die das ganze jeden Tag machen. Nachdem Pikes Peak noch offen steht, habe ich so noch einen Grund noch einmal dort hinzugehen.

Am Montag morgen war Labor Day, also Tag der Arbeit und damit das Wochenende leider schon wieder vorbei. Über Denver bin ich nach Boston zurückgeflogen.

Arbeit

Ich muss mal kurz die Sendung unterbrechen und eins klar stellen. Mir ist durchaus bewusst, dass sich mein Blog so liest, als wäre ich ein free lance Reporter für Sonnenklar.TV und ich kann nicht leugnen, dass ich schon versuche meinen Aufenthalt auszukosten, denn die Gegend hier und das Land natürlich hat einiges zu bieten. Ich würde euch ja gerne von meiner Arbeit berichten, aber so spannend ist das nun auch wieder nicht - bis jetzt. Doch gestern ging's einen entscheidenden Schritt voran und ich habe echt Glück gehabt oder was auch immer. Denn die Mutationen, die ich nebenher mache waren in allen Proben nachzuweisen und das obwohl wir gar nicht geglaubt hatten, dass überhaupt welche da sind. Ich erkläre euch das Verfahren später, denn nun muss ich zu Bus.

Freitag, 3. September 2010

Westward Bound

Hi Leute, erst einmal vielen Dank für eure lieben Geburtstagswünsche. Das hat die Tatsache, dass ich nicht mit euch feiern konnte echt leichter gemacht. Und nun zur Vollstreckung meines Geburtstagsgeschenks von mir an mich. Ich bin momentan in Chicagos O'Hare Airport und unterwegs nach Colorado Springs, um meinen alten Freund Steve und seine Familie zu besuchen. Schon früh morgens ging es los. Das machte aber nichts, denn bei beinahe tropischen Temperaturen war an Schlaf ohnehin kaum zu denken. 
Hier in Chicago ist es deutlich kühler und es ist echt einmal eine willkommene Abwechslung. Und natürlich ist es windig und somit macht Chicago seinem Namen als Windy City alle Ehre. So in einer Dreiviertelstunde ist Boarding Time und dann geht es noch einmal zwei Stunden nach Westen. Auch hier noch einmal ein Dankeschön an meine Mitbewohnerin, die es geschafft hat mir etwas mehr Legroom zu verschaffen. Legroom ist das was ihr braucht.

Mittwoch, 1. September 2010

The Big Three Oh!

So Leute, ich mache jetzt Schluss - mit der Zwei. Dafür kommt jetzt die Drei. Ein großartiges Jahrzehnt geht zu Ende. Schule, Zivildienst, sechs Jahre Studium, viele viele Examina, schließlich der erste Arbeitstag und das lang ersehnte erste Gehalt, Doktorarbeit, vergebene und erfolgreiche Liebesmüh, ein bisschen Sex, Drugs and Rock and Roll, großartige Leute, die mich umgeben und lieben. Ich kann gar nicht sagen wie viel Glück ich im Leben bisher gehabt habe. Und das nächste Kapitel fängt erst an und die nächsten zehn Jahre werden noch viel besser.