Samstag, 25. August 2012

Die Zeit vergeht im Flug

Hi liebe Leute, ich melde mich einmal wieder aus dem schoenen Boston. Die Zeit vergeht im Flug und es ist schon wieder deutlich mehr als einen Monat her, dass ich hier etwas geschrieben habe. Das liegt zum einen sicher daran, dass ich nun schon über zwei Jahre hier bin und nicht jeden Tag etwas Besonderes passiert und zum anderen gibt es gerade es gerade eine Menge zu tun bei mir. Im Labor haben wir gerade ein Manuskript für ein Paper fertigestellt und ich bin dabei ein zweites fertig zu stellen. Daneben habe ich bereits das nächste Projekt begonnen und dazu bereite ich mich gerade
für die zweite Prüfung für das amerikanische Medizinexamen, das ich Anfang Oktober abvsolvieren werde.

Alles in allem bleibt leider wenig Zeit zum Blog schreiben. Vor zwei Wochen haben wir es uns aber nicht nehmen lassen und sind einmal wieder zu Carlas Eltern nach New Orleans geflogen. Nachdem uns ihre Mutter vom Flughafen geholt hatte, ging es direkt auf die Autobahn und nach Florida an den Strand. 

Von New Orleans muss man dafür durch Mississippi und Alabama fahren, um nach Florida zu kommen. 
Den westlichsten Teil Floridas nennt man den "Panhandle", den Pfannen-Stiel. Und wenn man sich das auf der Karte anschaut, dann kann man das auch verstehen. Dorthin sind wir gefahren, nach Pensacola, etwa 4 Stunden östlich von New Orleans. Unsere Ferienwohnung war in einem typischen Hochhaus, wie sie dort zu Dutzenden stehen, an einem schmalen Streifen Land, der von beiden Seiten von Wasser umgeben war. Im Norden war ein Kanal, der zum Meer fließt und im Süden das Meer. In Florida, wie im ganzen Süden der USA ist es sehr heiß im August und, was noch schlimmer ist, meist extrem schwül. Wir erwischten wohl einen ganz guten Zeitpunkt, denn es war wohl eine "Kaltfront" durchgekommen und es war einigermaßen auszuhalten. In unserer Ferienwohnung gab es eine Klimaanlage, aber das ist auch unbedingt notwendig - zumindest, wenn man nachts schlafen will. Das Wasser im Golf von Mexiko ist sehr warm, 26°C und mehr sind normal und das lockt Meereskreaturen, wie Haie an und man muss immer ein bisschen aufpassen und schauen, ob welche unterwegs sind. Gesehen haben wir zum Glück keine, nur ein paar Quallen. Fast jeden Morgen kam jedoch eine Schule Delfine vorbei und Carla hat ein glückliches Händchen bewiesen. Normalerweise schwimmen die nämlich nur vorbei und man sieht deren Heckflossen. An einem Tag sind die ein bisschen geblieben und sogar aus dem Wasser gesprungen und Carla hat das mit Fotos dokumentiert. Die waren nur etwa 75 Meter vom Strand entfernt. Wir waren eine ganz ordentliche Gruppe mit neun Leuten und morgens gings Carlas Vater immer an den Strand und suchte einen guten Platz heraus. Dann kamen wir und brachten die ganzen 10 oder 12 Sonnenschirme, neun Stühle, Handtücher, Kühlbox, Bücher, Schaufeln und alles, was man so am Strand brauchen kann. Mittags verzogen sich Carlas Schwestern und ihre Freunde nach oben in die Wohnung um Lunches zu machen. Mittels Walkie-Talkie konnten wir kommunizieren, wenn spezielle Wünsche vorlagen. 






Nachdem wir nach hause zurückkehrten, durfte ich eine große Menge Tomaten ernten, es waren über 130 auf ein Mal - gar nicht schlecht in Abetracht der Tatsache, dass wir diese Pflanzen im April sähten und diese lange Zeit nach Verreckerlingen aussahen. So das wars wieder einmal. Bis zum nächsten mal!