Montag, 26. Juli 2010

Von Chinatown nach Little Italy - von South Station nach North End

Montag Nachmittag, es wird einmal wieder Zeit, dass ich vom Wochenende berichte. Am Freitag Abend habe ich mich mit zwei deutschen Kompatrioten getroffen, die eine arbeitet im Labor nebenan und verlässt Boston Ende dieser Woche. Wir haben sehr gut gegessen. Ich habe einen Prime Rib Poe Dunker gegessen, ein Burger mit Rindfleisch auf einem Bett aus Brie-Kaese. Es war gar nicht so fettig wie das jetzt klingen mag. Samstag bin ich dann bei Familie Hall zum Grillen eingeladen worden. Es gab echte deutsche Würstchen, die wir bei Karl's Sausage Kitchen (www.karlssausage.com) gekauft hatten. Dieser Laden hatte echt Alles, weswegen ich nicht nach Amerika gegangen bin inklusive Seitenbacher Müsli, Ritter Sport für $3,50 die Tafel und den Spiegel von Anfang Juni für acht Dollar. Ein Schnapper.

Naja es gab zum Glück auch noch Hamburger, selbst gemachte Guacamole zu Tortillachips und von mir gemachten Kartoffelsalat Swabian style (Danke Mieke und Mama fuer Rezept, Inspiration und Beistand). Aber, der kam ganz gut an. Von den 5 Pfund Kartoffeln war vielleicht noch ein Pfund Salat übrig - nicht schlecht bei sieben Leuten und so viel Essen. Am Abend gab's dann Inception mit Leonardo DiCaprio, der ist echt richtig kompliziert und aber zumindest wegen der Effekte sehenswert. Der Sonntag begann dann genau so, wie man das gewohnt ist - mit Dim Sum. Das ist eine Art chinesisches Brunch, bei dem alles auf den Tisch kommt, was bei drei nicht auf den Bäumen ist, so sah es auf den ersten Blick für meine ignoranten westeuropäischen Augen aus. Aber ich muss sagen, das war schon dufte, wenn man zum Frühstück Schwein und Shrimps essen kann. Und das ganze gab's zu einem sagenhaften 
Preis. Praktisch funktioniert das so, dass die Kellner die ganze Zeit durch den Raum laufen und einem das Essen anbieten. Gut ist es, wenn man wie wir winen Chinesen dabei hat. Das hilft nicht nur bei der Kommunikation, denn obwohl die Kellner wohl englisch sprechen koennen, scheinen sie diese Fähigkeit nur im größten Notfall anwenden zu wollen. Weiterhin kann ein Muttersprachler auch einem erklären, was man gerade isst, wenn man es denn überhaupt wissen möchte. 
Danach ist die ganze Gruppe noch ein bisschen zum Hafen gelaufen, der von Chinatown nur zwei bis drei Steinwürfe entfernt liegt. Ich bin dann den Hafen entlang nach Norden gelaufen und in Little Italy angekommen. Little ist das richtige Stichwort, zumindest, wenn man es mit Little Italy in NYC vergleicht, aber New York ist auch mehr als zehn mal größer als Boston. 
Dann bin ich noch ein bisschen durch die Stadt gelaufen, um meinen Trip auf dem 228 m hohen Prudential Center zu beenden, von wo man eine gigantische Aussicht hat. So, da nun bei meinem Zweifingersuchsystem  langsam die Arthrose einsetzt höre ich mal auf.

















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