
Hi Folks, ich melde mich einmal wieder nach einem schönen Wochenende. Es war zwar nicht nur wolkenloser Himmel, aber immerhin angenehm warm und immer wieder kam die Sonne durch. Ich muss echt sagen, dass das Wetter hier echt fast immer schön ist. Ach hakt, wir haben ja Sommer - da soll das ja so sein. Allerdings habe ich mir von gut informierten Kreisen sagen lassen, dass der deutsche Sommer das wohl nicht ganz verstanden. Im Internetz lese ich von Überschwemmung. Ist doch verrückt - viel zu viel Wasser in Polen und viel zu wenig in Moskau, wo es brennt. Naja, von der Philosophie zurück zum profanen Wochenende. Also Samstag bin ich mit der Fähre zu zwei der Harbor Islands (
http://www.bostonislands.com/) gefahren. Man zahlt 14 $ und kann dann umsonst von Insel zu Insel gondeln. Auf dem Weg kommt man ganz nah am Fluchhafen vorbei. Natürlich bietet die Fahrt auch einen super Ausblick auf die Skyline von Boston.


Es sind natürlich nicht alle Inseln angeschlossen. Zunächst bin ich nach Georges Island gefahren. Dort kann man ein altes Fort, Fort Warren, besuchen, das im 19. Jahrhundert gebaut wurde und wohl zuletzt im WW2 verwendet wurde. Ist ganz nett, insbesondere da, ganz unamerikanisch, nichts wirklich abgesichert ist und man in praktisch jeden Raum reinglotzen kann. Gut ist, wenn man eine Taschenschlampe mitnimmt (
klasse Fabi). Naja ich hatte eben keine und bin so ein bisschen wie ein Stalker den Leuten mit der Lampe hinter hergelaufen. Da alle Räume leer sind, muss ich jedoch sagen, hat das mich nicht unbedingt vom Hocker gerissen. Jedoch ist die Aussicht cool.


Nach einer Stunde oder so war ich fertig mit der Insel. Also ich so fett ins Taxi gestiegen und ab auf die andere Insel. Das Boot sieht größer aus als es ist und bei jeder Welle, die ein größeres Boot hinter sich gelassen hatte, gab's Land unter auf dem Boot. Der Käpt'n hat empfohlen, dass die Taschen nicht auf Boden liegen sollen. Good one! Guter Rat ist nicht immer teuer. Die nächste Insel hieß Spectacle Island, dort gibt's vor allem einen Strand, der ein wenig steinig ist und jede Menge Wanderwege. Diese Inseln muss man sich allgemein klein vorstellen. Die Umrundung per pedes oder zu Fuß dauert etwa eine Stunde würde ich schätzen. Nicht dass ich das gemacht hätte - ich habe mich natürlich faul an den Strand gelegt, von dem aus man die Skyline von Boston sehen - nicht schlecht. Dann wurde ich Zeuge von einer Deutschstunde der besonderen Art. Eine Aupair Frau nebenan brachte dem amerikanischen Gastvater deutsche Schimpfwörter bei, in der Hoffnung, dass die Leute drumherum nichts verstehen würden. Zuerst haben sich die Nachbarn von links als Deutsch geoutet und dann ich von links. Diese Germanians sind echt überall. Naja ich bin dann mit dem Herrn ins Gespräch gekommen und es hat sich herausgestellt, dass das ein pädiatrischer Gastroenterologe ist und später hat der mich für nächste Woche zu Essen eingeladen. Auf dem Rückweg gab es dann wieder eine gute Sicht auf die Stadt.

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