Mittwoch, 8. September 2010

Colorado

Da nun die Red Sox einmal wieder gewonnen haben, habe ich nun Zeit euch von meinem großartigen Trip nach Colorado Springs zu berichten. Eigentlich sollte ich mich nicht so emotional mit den Red Sox assoziieren, denn die Wahrscheinlichkeit, dass die dieses Jahr in die Playoffs kommen ist sehr gering. Aber ich kann nichts dagegen tun, es ist wie jedes Jahr, wenn ich mit dem VfB Stuttgart mitleide und manchmal, wie z. B. 2007 werden die Gefühle erwidert und der VfB bringt die Schale mit nach Hause.
Aber nun wieder zurück nach Colorado. Wie ihr schon vielleicht gelesen habt, bin ich über Chicago geflogen und hatte dort zweit Stunden Aufenthalt. Weiter gings in einem Canadair Regional Jet 700. Für alle nicht so Avionikbegeisterte, das ist ein relativ kleines Flugzeug, in dem ich nicht einmal stehen kann. Links und rechts gibt es ein bis zwei Sitze. Der Flug war jedoch sehr angenehm, denn mein Sitznachbar war ein sehr guter Gesprächspartner. James, so hieß der, war in den 80er Jahren in Stuttgart als Air Force Soldat stationiert und arbeitet nun für das Missile Defense Project in Colorado Springs. Er kam gerade aus Frankfurt und war auf dem Weg nach Hause.
Gegen 1:30 Uhr nachmittags kam ich dann an und ein Wochenende voller Abenteuer und Spaß begann, dem die paar Bilder die ich hier posten kann kaum gerecht werden können. Ich wurde von meinem Kumpel Steve abgeholt, bei dem und dessen Familie ich mich noch einmal auf diesem Wege bedanken möchte. Gruß auch an Jamal. Als Erstes hat Steve mir den Olympiastützpunkt der Vereinigten Staaten gezeigt. Dann folgte eine Wanderung und am Abend haben mich Steve und sein Sohn Kai haben mich mitgenommen zum Mountainbiking. Nach ca. zwei Stunden und ein paar Schürfwunden später kamen wir wieder beim Haus an.

Am Samstag kam dann Markus, mein Kollege aus dem RBK mit dem Greyhound Bus an und wir haben uns ein College Football Spiel der Air Force Academy angeschaut. Mit vorgeröteter Haut (trotz Sonnencreme, natürlich) sind wir dann vor Ende des Spiels gegangen und haben den Rest des Abends mit Beach Volleyball und Kayaking erbracht. Dieser Ort hat echt alles, was man sich vorstellen kann.
Sonntag ging es dann auf den Berg. Pikes Peak ist der Hausberg von Colorado Springs. Er ist etwa 4300 m hoch. Wir sind zwar nicht ganz hoch gestiegen, aber haben immerhin ein ganzes Stück geschafft. Wir hätten viel früher losgehen müssen, aber das Wochenende war ohnehin schon so vollgepackt.
Auf der rechten Seite sieht man die sogenannte "Incline", ein Weg, der mehr oder weniger aus Eisenbahnschwellen besteht. Auf einer horizontalen Länge von einer Meile, also ca. 1,6 km steigt man ca. 600 m hinauf. Wir haben das in ca. einer Stunde geschafft, aber wenn man oben ist, weiß man auch, was man geschafft hat. Es gibt wohl Leute, die das ganze jeden Tag machen. Nachdem Pikes Peak noch offen steht, habe ich so noch einen Grund noch einmal dort hinzugehen.

Am Montag morgen war Labor Day, also Tag der Arbeit und damit das Wochenende leider schon wieder vorbei. Über Denver bin ich nach Boston zurückgeflogen.

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