Dienstag, 14. Dezember 2010

Ich bin ein Brookliner.

Dieser Satz hätte auch von John F. Kennedy stammen können, denn schließlich wurde der am 29. Mai 1917 in einem Haus, das nur ein paar Straßen von hier entfernt ist, geboren. Ich glaube, das habe ich ein einem früheren Post schon einmal gepostet und vielleicht habt ihr das auch schon gewusst. Man kann auch sein Geburtshaus besuchen. Das habe ich jedoch noch nicht geschafft. Am Samstag habe ich mir jedoch die John F Kennedy Library and Museum angeschaut. Diese befindet sich im Süden Bostons, in einem Stadtteil, der von seinen Bewohnern gemeinhin als "Southie" bezeichnet wird. Traditionell leben hier viele irische Einwanderer - passt also zu Kennedy. Hier sind jedoch eher die "Blue Collar Worker" zuhause sind und das kann man nicht gerade von den Kennedys behaupten. 
Auf jeden Fall wurde ihm dort ein sehr schönes Denkmal gesetzt. Es steht auf einer Halbinsel, auf der auch der Campus der University of Massachusetts Boston steht. Von dort hat man einen tollen Blick auf die Stadt, die für JFK so viel bedeutet hat und die er als Heimat bezeichnete. Hier ging auf die Harvard University und später arbeitete er ja als Senator für Massachusetts in seiner Hauptstadt, die ja eben Boston heißt. Das Museum ist sehr gut gemacht, denn nicht nur die Exponate sind sehr cool, sondern auch die Räume sind dem Exponat angepasst.

Da gibt es beispielsweise ein TV Studio, in dem das erste TV-Duell der amerikanischen Geschichte zwischen Richard Nixon, der gegen JFK antrat und eben JFK, stattgefunden hat. Medial bleibt auch kein feuchter Traum trocken, überall stehen Flatscreens. Ein nachgebautes Oval Office zeigt JFKs Arbeitsplatz. Ein Zimmer zeigt Geschenke, die JFK von vielen Stadt- oder Staatsoberhäuptern bekommen hat. Links seht ihr eine Glocke, die JFK 1963 von Berlins regierendem Bürgermeister Willy Brandt bekommen hat. Damit kommen wir wieder zur Überschrift. Denn an diesem Tag im Juni 1963 hat John F Kennedy gesagt: "Ich bin ein Berliner". Genauer gesagt, wollte er ausdrücken, dass vor zwei tausend Jahren die Menschen stolz waren, wenn sie von sich behaupten konnten, dass sie Römer waren und jetzt (1963) sind die Menschen stolz, wenn sie sagen können: "Ich bin ein Berliner". Weil er sich das nicht merken konnte, hat er sich das auf diesen Zettel geschrieben - in Lautschrift.
























Auf dem Rückweg bin ich eineinhalb Stunden zum Hafen von Boston gelaufen und so manches schöne Foto gemacht

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