Sonntag, 17. Juni 2012

Stuttgart? What's that close to?

Hi Folks,

man wird hier oft gefragt woher man kommt. Meine Antwort ist dann immer Deutschland. Daraufhin kommt meistens die weiterführende Frage: woher in Deutschland? Ich sage dann Stuttgart und die Leute fragen: what's that close to (was liegt da in der Nähe)? Was liegt da in der Nähe? Ist Stuttgart nicht der Nabel der Welt, sinniere ich in der Stille. Wohl nicht - zumindest für viele und man braucht München und Frankfurt um Stuttgarts geografische Lage zu beschreiben. Für mich ist Stuttgart schon wichtig, denn schließlich komme ich da her. Wobei wenn man's genau nimmt komme ich aus Leinfelden-Echterdingen. Leinfelden-Echterdingen? Was liegt denn da in der Nähe? Diese Gegenfrage bekäme man wohl auch in Deutschland von vielen. Und wieder zeigt sich: alles ist relativ - Danke Bertel. Auf jeden Fall bin ich kürzlich von einem großartigen Trip in die Heimat wiedergekehrt. Es war toll, und da wir amerikanische Gäste hatten, wurde mir im Kompaktformat wieder einmal aufgezeigt, wie schön es bei uns ist. Wir waren auch in Hamburg bei der größten Modelleisenbahn-Ausstellung der Welt, der "Miniatur Wunderwelt". Auf 1200 qm bekommt man da zu sehen von was viele Buben von 1 bis 100 träumen (minus nackte Frauen - Anm. d. Red.). Dann ging's weiter in die Haupstadt und wir schauten uns in zwei Tagen die wichtigsten Dinge an und durften dann indirekt das Fiasko vom Flughafen Berlin-Brandenburg erleben. Wir mussten vom alten Flughafen Tegel starten, was echt ein ziemliches Loch ist. Dabei hatten die wohl geistig schon mit Tegel abgeschlossen, denn Gepäcktransport und so liefen nur schleppend. 

Zurück in Stuttgart (weiß jetzt jeder, wo das ist?), widmete ich mich dem wichtigsten Grund meiner Heimreise. Dieser ist etwas über sieben Kilo schwer und hat einfach mein kleines Herz in Beschlag genommen. Emma wurde getauft und es tut mir echt weh, dass ich sie ich nicht sehen kann in den nächsten paar Monaten, denn wenn sie einen so anstrahlt ist das unbezahlbar. Für alles andere gibt's die MasterCard. Nun bin ich wieder hier und alles steht noch, das Wetter schickt sich auch an hier sommerliche Gefühle aufkommen zu lassen. Das ist übrigens auch in Stuttgart der Fall, während es praktisch mindestens einmal täglich regnete, als wir da waren. Ich weiß auch nicht, was ich davon halten soll. Jedenfalls hatten wir einen Freund, Bennett, darum gebeten unsere Pflanzen zu gießen. Das hat der auch getan und unsere Tomatenpflanzen sind riesig - auch die, die wir gesät hatten. Da diese unsere kleinen Basilikum- und Oreganopflanzen verdecken, mussten wir gestern eine große Transplationsaktion durchführen. Jetzt haben alle wieder Platz und Licht. Das übelste kommt aber noch. So ein olles Frettchen, ein Oachkatzl, das sich kaum mit einem Besen vetreiben lässt, hat alle unsere Narzissen-Zwiebel ausgegraben, säuberlich das verbliebene grün entfernt und die Zwiebeln gesammelt in einem Topf abgelegt. Ich schwör, wenn der meine Tomaten mit Haselnüssen verwechselt, dann gibt's bald Squirrel Stew.




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