Montag, 25. Februar 2013

Ein Schneesturm und Marathonvorbereitung im Winter

Hi Leute, es ist einmal wieder höchste Zeit, dass ich euch über die Ereignisse der letzten Zeit unterrichte. Wie ich über meine Familie und das Internet erfahren habe, ist der Winter in Deutschland ziemlich ordentlich gewesen. Das kann ich auch für den Wetter hier behaupten. Ich will euch nicht schon am Anfang des Blogbeitrags mit dem Wetter langweilen, aber es spielte im täglichen Leben hier eine große Rolle. Vor zwei Wochen hatten wir hier den Blizzard Nemo. Ich finde ja, dass Nemo ein ziemlich unpassender Name ist, erinnert er doch an diesen Clownfish und da muss ich eher an warmes Meerwasser denken. Auf jeden Fall fing es am Freitag morgen an zu schneien. Carla und ich sollten eigentlich an diesem Tag nach New Orleans fliegen, aber unser Flug wurde gestrichen und wir hätten erst am Sonntag Nachmittag fliegen können. Bereits Tage zuvor wurde von allen möglichen Seiten vor dem Sturm gewarnt. Unsere Krankehäuser ließen uns wissen, dass nur unentbehrliche Mitarbeiter zum arbeiten kommen sollten. Die MBTA, der Nahverkehrsverbund von Boston, stellte den ÖPNV am frühen Nachmittag ein, der Gouvernör von Massachusetts verhängte einen Ausnahmezustand und ab 16 Uhr durften keine Autos mehr fahren, die nicht der Polizei, dem Rettungsdienst oder einem der Stromanbieter gehörte. Innerhalb von 18 Stunden schneite es bei uns über 60 cm, es war der stärkste Schneefall, den ich selbst gesehen habe. Wegen des starken Windes war der Schnee teilweise mannshoch aufgeweht. 





Carla "schwimmt" im Schnee
Snowshoeing in der Stadt



Schweres Gerät wird benötigt zum Schnee räumen.




Unsere Straße nachdem der Schneepflug durch kam.









Dude, where is my car?

Ansonsten habe ich vor etwas mehr als 5 Wochen mit einem Vorbereitung für einen Marathon begonnen.  Dabei folge ich einem 18-Wochen-Programm, das ich von dem Marathonläufer Hal Higdon (http://www.halhigdon.com/) übernommen habe. Ich habe zum Glück zwei Freunde mit denen ich hier laufen kann, Bennett aus Seattle und Kiko aus Valencia, denn dieses Programm hat es echt in sich. Es erstreckt sich, wie gesagt über 18 Wochen, es beinhaltet, dass man 6-mal die Woche laufen geht und einen Ruhetag hat. Hier einmal ein Beispiel aus dieser Woche: Montag 5 km, Dienstag 13 km, Mittwoch 6 km, Donnerstag 40 Minuten Tempoläufe, Freitag Pause, Samstag 13 km und Sonntag 25 km. Ich habe gar nicht gewusst, was man dabei alles beachten muss. Es fängt schon damit an, dass man überlegen muss, was man isst. Momentan habe ich das Problem, dass ich manchmal nicht genug essen kann, ein Problem das ich natürlich gern habe. Gestern habe ich an einem Halbmarathon teilgenommen und das erste das ich morgens tat, war eine Riesenportion Rührei zu essen. Ich finde, dass mich Eier am längsten satt fühlen lassen. Wie schon der Oli Kahn sagte, man braucht Eier. Weiterhin sollte man alle 500 Meilen, also 800 km, die Laufschuhe wechseln. Das heißt, dass ich vor dem Marathon im Mai auf jeden Fall ein neues Paar Schuhe brauche und deshalb habe ich mir vor zwei Wochen ein zweites Paar gekauft. Es war natürlich echt schwierig in den letzten Wochen zu laufen mit dem Schnee und allem und ich freue mich echt auf den Frühling. Machts gut.

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